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Frömmigkeit und Ironie Der Zorn des Schöpfers



Michelangelo, Band 2: Der Zorn des Schöpfers

Michael Petery

Michelangelo - Der Zorn des Schöpfers

Leserstimmen bei amazon.de

5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Buch, 28. Dezember 2008
Von Prof. Dr. Jürgen Ohlen
Ein grandioses Buch, ein pures Lesevergnügen ! Und noch einmal eine bewundernswerte Steigerung hinsichtlich atmosphärischer Dichte und Sprachgewalt gegenüber dem ohnehin schon sehr lesenswerten ersten Teils dieses biographischen Romans. Mit faszinierend tiefem Einfühlungsvermögen, gebotener Bewunderung, großer kunsthistorischer Kenntnis, aber eben auch mit hintergründigem Humor und blitzender Ironie in den wunderbar fabulierten Dialogen erzählt M. Petery das spannungsreiche Leben und gewaltige Schaffen des genialen, schwierigen Michelangelo vor den abenteuerlichen politischen und kirchlichen Wirren des sechzehnten Jahrhunderts. Aus der Fülle des Gelungenen nur ein Detail: Wie der Autor über 130 Seiten den qualvoll langen Entstehungsprozeß des Deckengemäldes der Sixtinischen Kapelle voller Empathie für dessen Schöpfer zu schildern vermag, so dass man sich als Leser immer mehr als intimer Augenzeuge der Vollendung wähnt ; wie er den Spannungsbogen scheinbar mühelos halten kann - das ist schon ein beachtliches Meisterstück hoher Erzählkunst.
M. Peterys Buch erreicht mit dieser empathischen Erzählweise eine berührende,ganz besondere Glaubwürdigkeit - Musterbeispiel eines gelungenen biographischen Romans. - - Endlich wieder einmal ein wunderbares Buch zum Verschenken!


5.0 von 5 SternenEin Meisterwerk, 18. April 2009
Von Rudolf Pfitzner
Das Buch ist ein Meisterwerk. Nicht nur, weil es über den großen Meister Michelangelo und seine Meisterwerke geschrieben wurde, sondern weil der Autor sich mit Erfolg bemüht hat, die Riesenaufgabe zu lösen, ein dem Giganten der Kunstgeschichte würdiges Buch zu verfassen. In erstaunlich einfühlsamer, empathischer Weise identifiziert er sich mit dem Künstler und beschreibt seine Biographie, seinen z.T. widersprüchlichen Charakter, sein Innenleben sehr nachvollziehbar und glaubhaft. Erstaunlich sind auf gründliche Forschungsarbeit basierende Kenntnisse des Autors über den Lebenslauf Michelangelos, aber auch über die Geschichte und die Akteure seiner Zeit sowie die herausragende Kompetenz M. Péterys in der Kunstgeschichte. Dabei sind die Reflexionen, die Phantasien, die das Entstehen der Werke, insbesondere bei der Bemalung der Sixtinischen Kapelle begleiten sehr ansprechend und überzeugend. Diese schildern die große Ambivalenz des Meisters zwischen Vorstellungen und Erwartungen der Auftraggeber und seinen kreativen Phantasien, seine Wut auf manche demütigende Aufträge und auf unterwürfige Künstlerkollegen, die sich und ihre Kunst verkaufen. Er verwirklicht jedoch seine Kunstwerke trotz der Widerstände, die seine Genialität letztlich doch besiegt.
Auch die biografischen Reflexionen sind sehr ansprechend. Diese schildern die inneren Widersprüche des Menschen Michelangelo zwischen seinem Bedürfnis nach Unabhängigkeit sowie Alleinsein und den Pflichtgefühlen seiner recht undankbaren, ausbeuterischen Familie. Auch seine Schwierigkeiten, sich zu binden und seine große Empfindsamkeit in mitmenschlichen Beziehungen werden sehr gut dargestellt.
Ich möchte nicht verschweigen, dass ich bei der Lektüre - trotz großer Faszination - manchmal ungeduldig wurde. Jedoch habe ich das Gefühl, dass dies auch zum Leben des Meisters gehört: Bei seinen langen, quälenden Schöpfungspausen sind wohl Auftraggeber und viele andere Zeitgenossen verständlicherweise ungeduldig geworden, bis Michelangelo sie mit einem neuen großartigen Werk wieder für sich gewinnen konnte. Das Buch ist bereichernd, trotz der vorhin geschilderten Ungeduld bedauert man das Ende und möchte das Buch erneut lesen.


Leserbrief von Monika Ried, Teisendorf
Lieber Herr Petery! Soeben habe ich Ihren Michelangelo-Roman gelesen und bin traurig, daß die ergreifende Lektüre zu Ende gegangen ist. Herzlich gratulieren möchte ich Ihnen zu Ihrer Leistung, dieses großangelegte Buch geschrieben zu haben. Es ist Ihnen gelungen, die Biografie durch die zahlreichen inneren Monologe so zu beleben, daß sie für den heutigen Leser äußerst fesselnd ist. Ihre Beschreibung des schöpferischen Prozesses und der Werke Michelangelos ist aufschlußreich und spannend. Das geschichtliche Umfeld schildern Sie so farbig, daß man sich selbst in die unübersehbaren und verworrenen Konflikte der Renaissance versetzt fühlt. Hervorragend finde ich auch Ihre sprachliche Formung, weil das, was ausgesagt wird, in adäquater Weise geschieht. Ganz besonders aber hat mich beim Lesen die ausgeprägt dichte Atmosphäre ergriffen, die den ganzen Roman durchzieht und die wohl auch die Grundstimmung im Leben des Meisters gewesen sein wird. Haben Sie Dank für diese wirkliche Bereicherung auf dem Buchmarkt! Mit freundlichen Grüßen, Monika Ried.



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